Was lange währt…: nach einem durch die Stadt Neustadt genehmigten dreijährigem Probebetrieb mit Monitoring haben die GNOR und der NABU Neustadt/Weinstr. kurz vor Weihnachten 2014 die wasserrechtliche Dauergenehmigung zum jährlichen Aufstau des Hausgrabens zwischen Januar und Ende Juni erhalten. Der Probebetrieb und die Dauergenehmigung wurde fachlich eng mit der SGD Süd abgestimmt, vielen Dank für die sehr gute Zusammenarbeit und die ausgezeichnete Unterstützung! Aus Naturschutzsicht handelt es sich mit großem Abstand um die bedeutendste Staumaßnahme auf Neustadter Gemarkung, sie wurde in den vergangenen Jahren auch sehr eng mit den Interessen und Bedürfnissen des Golfclubs abgestimmt!

Gestern haben wir zu viert (2x GNOR und 2x NABU 😉 die zentrale Maßnahme umgesetzt: eine ca. 80 kg schwere, feuerverzinkte Metallschwelle wurde erfolgreich millimetergenau eingebaut. Die zwei Meter breite Schwelle wurde dabei fast 50 cm tief in den Boden eingeschlagen, sie ist zusätzlich mit zwei 80 cm langen Metallstäben gesichert!

Die offene Metallschwelle definiert das oberste genehmigte Stauziel, das vor allem im Hinblick auf die Interessen des Golfclub Pfalz e.V. vereinbart wurde. Das Wasser fließt jetzt bis Ende Juni in die Großlache und stabilisiert im sog. Stiftungsgelände die Wasserführung. Auch werden Erlenbruchwaldbereiche entlang des Hausgrabens optimal mit Wasser versorgt!

Der korrekte Betrieb der „wasserbaulichen Anlage“ (so heißt das im Behördendeutsch) wird unter anderem durch zwei Pegel überwacht: im Bereich der Brücke B39 und im Graben an der Spielbahn Nr. 11 (Golfclub Pfalz e.V.). 

Der „graue Balken“ist die millimetergenau eingebaute Metallschwelle im Bereich der Hausgrabenmündung. Im Hintergrund fließt das Wasser aus dem Hausgraben in den Kropsbach. Im Probebetrieb befanden sich hier zwei PE-Rohre DN300, sie wurden durch den offenen Abfluss und die Stahlschwelle ersetzt.