Mainz, 04.05. 2012 Walderlebnis

Eine Weltreise mit wenigen Schritten lässt sich auf dem Baum-Welt-Pfad am Forstamt Trier erleben, den Forstministerin Ulrike Höfken am Freitag offiziell eröffnet hat. Sie bezeichnete den 3,8 Kilometer langen Rundweg, der im Quinter Staatsforst zu 22 exotischen Baumarten führt, als „forsthistorisches Kleinod“. Seit über 100 Jahren haben begeisterte Forstleute Bäume aus aller Welt nach Trier gebracht und dort kultiviert. Mit den damaligen Anbauversuchen wurde die Eignung fremder Baumarten für den heimischen Waldbau getestet. „Der Baum-Welt-Pfad ist ein attraktives und lehrreiches Ausflugsziel im Meulenwald, dem Waldgebiet des Jahres 2012“, sagte Höfken und bedankte sich beim Team des Forstamts Trier, das den Weg angelegt sowie beim Kreiswaldbauverein Trier-Saarburg, der das Projekt finanziell unterstützt hat.

Die Ministerin nutzte die Gelegenheit, um auf die Schwerpunkte ihrer Forstpolitik in Rheinland-Pfalz hinzuweisen. Den naturnahen Waldbau werde sie weiter voran treiben, um stabile, laubbaumreiche Mischwälder zu etablieren. Mit einem Laubwaldanteil von 57 Prozent und 79 Prozent Mischwäldern in Rheinland-Pfalz sei man bereits auf einem guten Weg. „Der Meulenwald ist nicht nur in dieser Hinsicht vorbildlich. Hier wird für die Bewirtschaftung genauso Sorge getragen wie für den Schutz der Arten, des Bodens, des Wassers und des Klimas“, betonte Höfken. Ziel der Landesregierung sei es, dass neben der Nutzung der Wälder auch der Schutz an Bedeutung gewinnt – wie es im übrigen auch die Waldstrategie der Bundesregierung vorsehe. Dazu werde auch der im Staatswald geplante Nationalpark beitragen.