Am Sonntag, den 29. Mai 2011 waren diverse Vertreter der verschiedenen Naturschutzverbände, der oberen und unteren Naturschutzverwaltung und die Bürgermeister der angrenzenden Gemeinden zu einer höchst interessanten Exkursion in die Kernzone des Biosphärenreservats bei Hinterweidenthal/Südpfalz eingeladen.
Zahlreich waren diese der Einladung des Forstamtes gefolgt – bei schönstem, sonnigen Wetter.
Kurze Information: Ende 2010 ging ein Zeitfenster in der Umwandlung von Teilen der Kernzone hin zu einer Buchenreichen Bestockung zu, so dass seitdem über 90% der Gesamtfläche des Waldes in den Prozessschutz „entlassen“ werden.
Wir wurden von ortsansässigen Förstern über aktuelle Entwicklungen des Waldes informiert, außerdem über Aufgaben und Chancen einer solchen Zone, wo der Mensch der Natur sozusagen ihren freien Lauf lässt. So kann der Wald auf natürliche Art und Weise verwildern, bleibt von des Menschen Eingriffen unberührt, was natürlich auch bedeutet, dass Wege unpassierbar werden, sich die Tier- und Pflanzenwelt aber ungestört entwickeln kann. Ortsfremde Bäume wie die Douglasie, die Lärche und andere Bäume, sollen peu á peu aus dem Wald entfernt werden, damit der Buchenbestand dort wieder dominieren kann.
Herr Schmidt vom Forstamt zeigte uns Statistiken, nannte uns Prognosen und führte uns anschaulich künftige Entwicklungentendenzen vor.
Am Ende der 2,5-stündigen Wanderung durch Wald und Flur wurden wir Teilnehmer durch den Aufbau eines Vesperstandes mit Wildschweinwurst und Backzeug überrascht.
Herzlichen Dank an die Veranstalter – dies war eine sehr interessante und exklusive Veranstaltung, die in dieser Art im 2-Jahres-Rhythmus wiederholt wird.