Das Wochenende bot uns als NABU Neustadt eine einmalige Gelegenheit, die archaische Naturform des Sensen-Mähens zu erlernen.

Dazu fuhren wir zu Viert am Freitag zum Gut Hohenberg, wo Experte Dr. Ulrich Hampl seit Jahren Sensenkurse vom Feinsten gibt.

Nach kurzer Vorstellungsrunde, einer kleinen theoretischen Einheit über Geschichte, Werkzeugentwicklung und Sensenarten, gab es die erste praktische Erfahrungsübung: wir lernten dengeln.

Verschiedene Dengelhammer, Ambosse, Schlagdengel und Sensenblätter

Dengeln bedeutet, die Blattschneiden der Sensen mit dem Hammer und einer speziellen Technik sehr dünn und scharf zu klopfen. Dazu benutzt man Hammer und Amboss oder den Schlagdengel. Auf einem Hocker sitzend oder im Stehen geht dies sehr gut, wie man hier sieht.

Natürlich kam auch die Gemütlichkeit und sonstige Bedürfnisse nicht zu kurz: ein gemeinsames Vesper mit selbstgebackenem Bio-Brot und leckeren Belägen, mundeten uns vorzüglich.

Na,was uns wohl der Seitenblick von Tanja sagen möchte ….?

Am nächsten Tag dann war es soweit: wir durften uns unter fachkundiger Anleitung in korrekter Dreh-Rotationsbewegung auf diversen Wiesenflächen im Sensen versuchen.

Wie man sieht, hat auch das Wetter hervorragend mitgespielt: Die Sensen schwangen morgens, kurz nach 7 Uhr auf einer feuchten Wiese in der Nähe des Seminarbauernhofes. Klappt ja schon ganz gut!

Nach einer Frühstückstärkung gings dann an den Steilhang, den wir dank erlernter Technik kurz mähten und sensten.

Der 2-tägige Kurs hat uns allen viel Spaß gemacht – nun suchen wir nur noch ein Wiesengrundstück, wo wir unsere neu erworbenen Kenntnisse weiter in die Praxis umsetzen können. Sensen des NABU Neustadt sind vorhanden.